Das Gemälde Dulle Griet von Pieter Bruegel dem Älteren ist wieder zu Hause. Sie können es im Haus seines Entdeckers Fritz Mayer van den Bergh (1858-1901) besichtigen. Der Publikumsmagnet erhält in der Ausstellung wieder einen prominenten Platz.

Das Gemälde war früher als düstere, groteske Landschaft mit einem dunkelroten Himmel und vielen Brauntönen bekannt. Nach der Restaurierung sieht es jetzt viel frischer aus. Die gelben Firnisschichten und späteren Übermalungen wurden entfernt, sodass das Gemälde nun wieder in seiner ursprünglichen Farbenpracht erstrahlt. Die Farbpalette ist heller und vielseitiger und es sind wieder Details wie der Teddybär, die fein ausgearbeiteten Helme und die prächtige Landschaft im Hintergrund zu erkennen, die lange im Verborgenen schlummerten. Bruegels Pinselführung und seine außergewöhnliche malerische Begabung sind jetzt wieder sichtbar. Das Raumgefühl wurde wiederhergestellt und verleiht der gesamten Darstellung eine wesentlich stärkere Tiefenwirkung.

Foto: Ans Brys